2019

28.11-5.12.2019Stuttgart

Europa-Quiz mit Schüleraustausch

Die kosovarische Gruppe im Plenarsaal des Europaparlaments
Die kosovarische Gruppe im Plenarsaal des Europaparlaments
Beim Brezelbacken in Stuttgart
Beim Brezelbacken in Stuttgart
Meisterbäcker
Meisterbäcker
 Lecker waren sie, die selbst gebackenen Brezeln!
Lecker waren sie, die selbst gebackenen Brezeln!
Schnitzeljagd durch’s Europäische Viertel. Die Gruppe der Lehrer vor dem Arte-Hauptgebäude
Schnitzeljagd durch’s Europäische Viertel. Die Gruppe der Lehrer vor dem Arte-Hauptgebäude
In Stuttgart
In Stuttgart
Landeszentrale für politische Bildung:  Riesenpuzzle Europa
Landeszentrale für politische Bildung: Riesenpuzzle Europa
„Stadtspiel mit Herz“ - unterwegs in Stuttgart
„Stadtspiel mit Herz“ - unterwegs in Stuttgart
Alle Quizteilnehmer mit Urkunden auf der Bühne des Geschwister Scholl-Gymnasiums in Stuttgart
Alle Quizteilnehmer mit Urkunden auf der Bühne des Geschwister Scholl-Gymnasiums in Stuttgart

 

Bericht des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums

 

Polenaustausch und Straßburg

Am Freitag, den 29.11.2019 war es für uns neun 10. Klässlerinnen soweit, denn unsere Austauschpartner aus Polen kamen endlich zu uns. Wir waren alle sehr aufgeregt, jedoch sehr glücklich, sie endlich persönlich kennenzulernen. Nach dem Aufeinandertreffen und dem ersten Austausch ging es für uns gemeinsam in den Unterricht. Am Abend trafen wir uns alle im Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Stuttgart. Die Schüler des GSGs hatten Schüler aus Kosovo als Austauschpartner. Die ganze Austauschwoche stand in Kooperation mit dem GSG und ihren Austauschpartnern. Auf dem Programm an diesem Abend standen einige Grußworte, die Präsentationen der vier verschiedenen Schulen und das Quiz, welches das Highlight des Abends war. Von den 60 Fragen, die alle der Quizteilnehmer im Voraus über die EU, Polen, den Kosovo und Baden-Württemberg auswendig lernen mussten, wurde jedem einzeln eine gestellt. Am Ende konnte das Team der polnischen Schüler das Quiz für sich entscheiden. Glücklich, aber geschafft, fuhren wir nach Hause.

Am Wochenende gab es keine offiziellen Programmpunkte, weshalb wir unter uns etwas mit unseren Austauschpartnern unternahmen. Wir besichtigten den Fernsehturm, waren auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt, Schlittschuh laufen, bei Ritter Sport und auch auf dem wolfschlugener Weihnachtsmarkt.

Am Montag gingen wir Schüler des DBG und GSGs ganz normal in die Schule, während unsere Austauschpartner aus Polen und dem Kosovo nach Stuttgart fuhren, um selbst Brezeln zu backen.

Am Dienstag, den 3.12. ging es für uns dann nach Straßburg. Wir trafen uns morgens am GAZI Stadion in Stuttgart-Degerloch und fuhren gemeinsam mit einem Bus um 8:30 Uhr los. Nach einer ca. 2,5 Stunden langen Fahrt, auf der wir auch teilweise unseren Schlaf nachholten, hatten wir endlich das Europaparlament erreicht. Nach der Sicherheitskontrolle empfing uns eine Dame, die mit uns die Führung durch das Parlament, inklusive dem Plenarsaal, übernahm. Wir erfuhren sehr viele neue, interessante Dinge über das Parlament und die Entscheidungen, die dort besprochen und getroffen werden. Nach einer Stärkung in der Kantine durften wir uns noch selbst etwas im Europaparlament umschauen. Anschließend ging es für uns ins Lieu d’Europe. Dort bekamen wir eine kurze Einführung in einen Fragebogen, welchen wir in gemischten Gruppen lösen mussten. Die Fragen führten uns rund um das Europaparlament, in denen wir zu verschiedenen Einrichtungen der EU Fragen beantworten mussten. Nach dem anschließenden, kurzen Austausch und Vergleich der Antworten ging es für uns dann mit dem Bus in die Altstadt, auf den Straßburger Weihnachtsmarkt. Dort hatten wir etwas Freizeit und konnten uns kulinarisch stärken. Anschließend kehrten wir zum Bus zurück und fuhren mit sehr guter Stimmung wieder nach Hause.

Am Mittwochmorgen gingen wir deutschen Schüler wieder ganz normal in den Unterricht, während unsere Austauschpartner wieder nach Stuttgart fuhren, um sich mit den Austauschschülern aus Kosovo zu einer Stadtrallye zu treffen. Nach der Schule fuhren wir ebenfalls nach Stuttgart, um uns zusammen mit den Stuttgartern und unseren Austauschpartnern in der Landeszentrale für politische Bildung zu treffen. Dort ließen wir die letzten Tage Revue passieren, überlegten uns wie man so eine Austauschwoche noch verbessern könnte und puzzelten in gemischten Gruppen das geographische Europa zusammen. Anschließend verließen wir die Gruppe der stuttgarter und kosovarischen Schüler. Dann hieß es Abschied nehmen. Wir fuhren zum Flughafen, zum Busterminal und verabschiedeten unsere, ans Herz gewachsenen Austauschpartner. Wir freuen uns alle sehr auf den Rückaustausch und können es kaum erwarten, unsere Freunde aus Polen wiederzusehen.

(Mia Strobel 10b)

 

 

Vor dem Straßburger Weihnachtsmarkt
Vor dem Straßburger Weihnachtsmarkt
Gruppenbild im Innenhof des Europäischen Parlaments in Straßburg
Gruppenbild im Innenhof des Europäischen Parlaments in Straßburg

 

 

Bericht des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zu Europa-Quiz und Austausch


Herbst 2019

Unser Roma-Projekt in Kosovo wird konkret - Hilfe zur Selbsthilfe

 

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18.7.2019Stuttgart

Protokoll Sommerfest des Vereins Nachwuchskräfte für Europa, NfE e.V.

 

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24.05.2019Familie Gehrig, Stuttgart

Nachwuchskräfte für Europa e.V.: Workshop „Europa vor der Wahl“ 

 

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Bericht über den Workshop Europa vor der
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06.05.2019Theaterhaus Stuttgart 

Der 62. Neue Montagskreis: Lust auf Zukunft! Wie Europa noch zu retten ist.

(Siemensstrasse 11, Stuttgart)


07.01.2019 Bericht vom Weltcafé Europa

von links nach rechts: Sebastian Hoch, Stefanie Woite-Wehle, Andrea Rembold, Anna Deparnay-Grunenberg (rote Strickjacke), Angelika Engel, Brigitte Lösch (mit Koffer), Thomas Schinkel und Mitarbeiter. Es fehlt Rainer Wieland. 

 

Unser erstes Weltcafé Europa in Stuttgart

 

Paukenschlag am 7. Januar 2019 im Evangelischen Heidehof-Gymnasium in Stuttgart. Nicht nur erster Schultag in Baden-Württemberg nach den Weihnachtsferien, sondern mit rund 65 Personen Full House in der Schulaula. Unser Verein hatte eingeladen und viele sind gekommen: Schülerinnen und Schüler von drei Stuttgarter Gymnasien (neben dem gastgebenden Heidehof-Gymnasium waren das Wagenburg und das Geschwister Scholl-Gymnasium mit von der Partie) und neun ausgewiesene Europa-Experten. Ziel war es, beide Gruppen in lockeren Gesprächsrunden zusammenzubringen. Dazu ist das niederschwellige Dialogformat eines Weltcafés wie geschaffen. Zumal es wie in einem Café eben auch etwas zu essen und trinken gibt. Unsere Vorstandsmitglieder Caroline Lony-Zeithammer und Dr. Hartmut Welck moderierten und führten durch den Vormittag.

 

Drei Stunden lang fragten, diskutierten und debattierten Oberstufenschülerinnen und -schüler in kleinen Gruppen mit den Experten. Sie konnten sich austauschen mit Rainer Wieland (Mitglied des Europaparlaments und einer seiner Vizepräsidenten), Brigitte Lösch (Mitglied des Landtags Baden-Württemberg und Vorsitzende des Ausschusses für Kultus, Jugend und Sport), Anna Deparney-Grunenberg (Mitglied des Gemeinderates Stuttgart und Kandidatin der „Grünen“ für das Europaparlament) und Dr. Stefanie Woite-Wehle, der Leiterin von Europe Direct Information in Stuttgart. Mit Fragen bombardiert wurden sowohl Thomas Schinkel von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg als auch Sebastian Hoch von Pulse of Europe, Stuttgart. Und einen sehr angeregten Austausch konnte man auch an den Tischen von Angelika Engel, der Juniorbotschafterin des Deutsch-Französischen Jugendwerks, und Andrea Reimbold von der Jugendagentur Stuttgart beobachten. Offene gebliebene Fragen, wichtige Erkenntnisse oder Info-Adressen konnten die Schülerinnen und Schüler auf großformatige Flipchartblätter notieren, die auf den einzelnen Tischen auslagen. Sie dienen jetzt im Nachhinein der Nachbereitung in den Kursen. 

 

 

So hatten wir insgesamt neun Tische, an dem jeweils ein Europa-Experte als Gastgeber Platz genommen hatte. Dann kamen die Schüler. Sie hatten sich in Kleingruppen à fünf bis sechs Personen aufgeteilt, so dass jeder Kleingruppe ein Tisch zugewiesen werden konnte. Und dann ging es für die Schüler im Uhrzeigersinn von Tisch zu Tisch. Nach jeweils 10 Minuten hieß es: Aufstehen und Tisch wechseln. Die Zeit verging wie im Flug. Der Hefezopf war schon lange aufgegessen. Aber am Ende waren tatsächlich alle Schülergruppen an allen neun Tischen gewesen und hatten neun Europa-Experten und Europäer kennengelernt. Zum Schluss hat eine Feedbackrunde von drei Experten und drei Schülern erste Eindrücke vermittelt und das Ganze abgeschlossen.

 

 

Die Ziele, die wir vom Verein mit diesem Format verfolgt haben, wurden erreicht:

1.        „Europa“ in Stuttgart ein Gesicht und einen Namen geben -> bei uns waren es sogar neun Gesichter und neun Namen!

2.       Für das Projekt Europa werben und Möglichkeiten der Partizipation aufzeigen

3.        Auf die Wichtigkeit der Wahl zum Europäischen Parlament 2019 hinweisen

4.        Neuauflage des Weltcafés im Jahr 2020 im Geschwister Scholl-Gymnasium Stuttgart

 

 

Kleine Wermutstropfen:

1.      Ihre Teilnahme sehr kurzfristig abgesagt haben leider genau die Vertreter der drei Organisationen, die für junge Leute von besonderem Interesse gewesen wären: JEF Baden-Württemberg (Junge Europäische Föderalisten), WhyEurope e.V. und Volt (paneuropäische neue Partei, die im Mai 2019 zum ersten Mal antreten möchte)

2.     Es wäre effektiver (und zeitsparender) gewesen, wenn sich die neun Experten zu Beginn der Veranstaltung kurz vorgestellt hätten. Wir hatten uns hier zu sehr auf die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler verlassen, sich im Vorfeld schlau zu machen.

3.    Der Hefezopf war viel zu schnell aufgegessen -> das nächste Mal müssen wir mehr besorgen! Ein Heißgetränk wie eine Tasse Kaffee wurde ebenfalls vermisst. Wir werden daran arbeiten.

4.        Es gab keine Pause. Eine solche nach ca. eineinhalb Stunden intensiver Diskussion hätte aber den Ablauf deutlich entspannter gemacht, auch weil sie die Möglichkeit zum allgemeinen, auch gruppenübergreifenden informellen Gespräch geboten hätte.

 

Die Resonanz von beiden Seiten war sehr positiv. Das Format ist schülerbezogen, weil es bei ihnen die Hemmschwelle senkt, sich spontan zu äußern und mit zu diskutieren. Wir vom Verein freuen uns, dass etliche Europa-Experten bereits ihre Teilnahme für 2020 zugesagt haben.

 

Dr. Hartmut Welck/Caroline Lony-Zeithammer/Dr. Astrid Gehrig


2018

06.12.2018 Mitgliederversammlung des Vereins NfE im Landesbüro KAS, Stuttgart

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Protokoll Mitgliederversammlung NfE vom
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26.09.2018 Europahaus: Jugend in Europa – für Europa?


19.07.2018 Sommerfest NfE e.V. im Garten Gehrig - Protokoll

Folgende TOP’s wurden besprochen:
1. Roma-Projekt: Dr. Hartmut Welck berichtete über den aktuellen Stand. Im Herbst 18 werden wohl 2 bis 3 junge Kosavarinnen (Roma) nach Stuttgart kommen, um hier ein vorbereitendes FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) zu absolvieren oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu machen. Langfristig sollen aber die nötigen Kompetenzen (sprachlich und beruflich) im Kosovo erworben werden. Dazu arbeiten wir vor allem mit dem Centrum für internationale Migration und Entwicklung (cim) zusammen. Als Berater im kosovarischen Arbeits- und Sozialministerium arbeitete Dr. Michael Sauer in Pristina. Dort hat ihn Dr. Welck getroffen.  => https://www.cimonline.de/de/html/migrationspolitikberatung-im-kosovo.html
2. Weltcafé Europa: Astrid Gehrig berichtete über dieses neue Format, das Anfang Januar 2019 zum ersten Mal durchgeführt wird. Oberstufenschüler von 3 Stuttgarter Gymnasien sind zu Gast in unserem Weltcafé und diskutieren in kleinen Gruppen mit Europa-Experten. Als Experten konnten wir bis jetzt fest gewinnen: Junge europäische Föderalisten (JEF), Anna Deparnay-Grunenberg (Fraktionssprecherin der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat und Kandidatin für das Europaparlament 2019), Eurodesk Stuttgart, Stefanie Woite-Wehle (Europe direct Informationszentrum), Why Europe e.V., Renata Alt (FDP-Bundestagsabgeordnete, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Berichterstatterin ihrer Fraktion für Russland, den Balkan und Osteuropa), Brigitte Lösch (Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, Vorsitzende des Ausschusses für Kultus, Bildung und Sport), Volt (paneuropäische, progressive Bewegung mit dem Ziel, die Politik in Europa zu verändern; Volt-Parteien sollen in möglichst vielen europäischen Ländern gegründet werden, um bei den Europawahlen im Mail 2019 teilzunehmen). Das Ganze wird am 7. oder 8. Januar 2019 im ev. Heidehof-Gymnasium Stuttgart stattfinden. 
Verantwortlich: Astrid Gehrig und Caroline Lony-Zeithammer
3. Europa-Quiz: Dr. Welck und Astrid Gehrig riefen kurz in Erinnerung, dass dies einer der Markenkerne unseres Vereins ist. Geplant ist eine Neuauflage des Quiz in Stuttgart in der 2. Hälfte 2019 oder im ersten Halbjahr 2020. Bisheriges Format: 2 deutsche Schulen und 2 Schulen aus dem europäischen Ausland treten an einem Abend gegeneinander im Europa-Quiz an. Mit dem Preisgeldern haben wir in der Vergangenheit (zweckgebunden!) den sich an den Quiz obligatorisch anschließenden Austausch finanziert (Reisekosten). Intention: Das (Fakten)Wissen über die EU mehren, vor allem aber durch die persönliche Begegnung Europa erlebbar zu machen. Zielländer: vorrangig Osteuropa, da diese Länder in der Regel nur wenige Austauschprogramme mit Westeuropa haben. 
Wir werden vieles verändern, es wird quasi ein Europa-Quiz 2.0 Als potentielles Zielland können sich die Anwesenden auch den Kosovo vorstellen. Auf die Problematik dieses Landes, das, weil es nicht von allen EU-Staaten anerkannt ist, keine Visumsfreiheit in den Schengen-Raum genießt und die Visaprozedur von deutscher Seite mehr als restriktiv gehandhabt wird, wurde von Dr. Welck eindringlich hingewiesen. Er hat Kontakt zu 2 Gymnasien im Kosovo, die an einer Teilnahme sehr interessiert wären. 
Taskgroup Europa-Quiz: Dr. Welck, Hartmut Welck jun., Pia Günter, Eva Leistner 
4. Studienfahrt: Astrid Gehrig stellte die Idee vor, Studienfahrten des Vereins vermehrt in Städte zu unternehmen, in denen wir Vereinsmitglieder haben. Als Beispiel wurde Tallinn/Estland genannt. Dies dient auch der Einbindung dieser Mitglieder, die an Veranstaltungen in Stuttgart aufgrund der Entfernung nicht teilnehmen können. Eine Übersicht mit möglichen Reisezielen stellt Dr. Welck zusammen. 
Taskgroup Reise: Jil Janssen, Pia Günter, Isabel Gehrig 
Möglicher Termin: 2020 
5. Verschiedenes: Dr. Welck machte die Mitglieder auf eine Aktion von „Pulse of Europe“ aufmerksam: Das Aktionsbündnis ruft dazu auf, Gastgeber eines „Haus-Parlaments“ zu werden. Dies ist eine ganz einfache Art der direkten Bürgerbeteiligung und eine Möglichkeit, nicht nur Informationsdefizite abzubauen, sondern zivilgesellschaftliches Engagement dort zu ermöglichen, wo Menschen sowieso zusammenkommen - am Küchentisch, beim Essen usw. Ein Blick auf die Webseite lohnt sich => https://homeparliaments.eu/ 
Die Taskgroups freuen sich über weitere Mitstreiter. Einfach bei mir melden! 
Protokollantin: 
Dr. Astrid Gehrig
20.7.2018

08.05.2018 Stammtisch des Europa-Clubs in "Denkbar", Stuttgart-Hohenheim


2017

28.12.2017 Humorvoller Ausblick auf das Neue Jahr

 

Briten bleiben, Franzosen schuften und Putin geht….

 

Nach dem Aussetzen der EU-Mitgliedschaft Polens entscheidet sich Großbritannien doch gegen den Brexit. Theresa May nennt im Europaparlament die Verhandlungen nur 'eine Spielart des trockenen britischen Humors'. Emmanuel Macron setzt ein hartes Arbeitsgesetz durch. Die Arbeitszeit wird auf sieben Stunden täglich verlängert. Mittagspausen werden auf zweieinhalb Stunden begrenzt, was ein stürmisches Wachstum auslöst. Eine Million Flüchtlinge kehren in ihre Heimat zurück, wo sie Dutzende Straßen und Plätze nach Angela Merkel benennen. Wladimir Putin verliert die  Wiederholung der Wahlen, nachdem man zuvor sein Ergebnis von 123 Prozent der Stimmen als etwas übertrieben annulliert hatte..

 

Liebe Europäer/innen,

ich wünsche Euch ein friedliches und bewahrtes Neues Jahr-dazu viele interessante Begegnungen mit offenen und toleranten Menschen, nachhaltige Eindrücke auf Reisen und nicht zu stressige Zeiten am Arbeitsplatz oder zu Hause. Wenn Ihr mehr über mein Engagement in und außerhalb Europas erfahren wollt, dann schaut auf unserer Webseite: www.nachwuchskraefte-fuer-europa.com.

Wenn Euch mein Romaprojekt interessiert, dann schreibt mir dies (hartmut_welck@yahoo.de). Hilfe und Unterstützung kann ich immer gebrauchen.

 

In Verbundenheit und mit herzlichen Grüßen

 

Euer Hartmut, sen.                                                                                                                                         28.12.2017


08.12.2017 Mitgliederversammlung des Vereins NfE

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Protokoll der Versammlung
MV am 8.12. 17 NfE e.V. .pdf
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29.11.-2.12.2017 Bericht über 3 Tage im Kosovo

Bild rechts: Besuch in Gjakova bei Familie Llukaci

 

Impressionen während meines Aufenthalts im Kosovo vom 29.11.-2.12.2017

1.            Aufenthaltsorte: Pristina und Gjakove

2.            Unterkunft: Hotel La Villa,Gjakove: preiswert,30€ p.ÜN. incl.Frühstück: meistens nur Omelette und einen Kaffee,sparsam und kaum Auswahl, Zimmer sauber,Personal  nur männlich,freundlich (meist nur albanisch sprechend),Wylan funktioniert meistens,TV auch (deutsche Sender),Essen:ausreichende Qualität, Licht geht abends oft minutenlang aus, Anschauen von Krimis problematisch!

3.            Giakove: ca.100000 E., ca.400m ü.M.,alte Geschichte(beginnend im 14.Jahrhundert),Gesamteindruck bunt:Altstadt (Bazarstraße) ,ca. 50 Moscheen, Schwerpunkt der röm.kath.Kirche,traditionelle Geschäfte(Straßenverkauf und modere Supermärkte und EZ),alte und neue Gebäude, einiges durch die US-Angriffe im J.1999 zerstört,Gefängnis wird erweitert, viele junge Männer hängen in Cafes herum, Autofahrer: sehr rücksichtslos, Zebrastreifen existieren für sie nicht .

4.            In den Geschäften und öffentlichen Gebäuden sprechen viele Deutsch(Post,Bank etc.), Euro als Währung.

 

Preise in Restaurants:  sehrbillig : Essen  ca.2-4 €,meist Balkanküche(serbisch-albanisch-türkisch)Lebensmittel: eigne Produkte  preiswert(Obst und Gemüse),alles andere auch nicht so billig:  1-Liter Milch 0,98€, vieles kann man preislich runterhandeln, Absprachen für Aufträge  erfolgen ohne Quittung, per Handschlag.

 

5.            Pristina, 200000 E., Hauptstadt des Kosovo, in der Nähe liegt das historisch berühmte Amselfeld (Schlacht 1389-Serben gegen Osmanen). Fahrt nach Pristina:80km, ca. z.T.sehr enge Straßen,hügelig, Berge von Albanien im Hintergrund (ca.3000 m),dann auch zweispurige Autobahnen, man fährt sehr schnell und riskant

Programm in Pristina: Deutsche Botschaft: kein Einlass,obwohl ich meine Ankunft und meinen Aufenthalt schriftlich mitgeteilt hatte. Äußeres Bild:wie Festung:Stacheldraht, Kameras, Polizei,Antragsteller etc. ohne Termin werfen ihr Anliegen(Ich z.B: Widerspruch gegen Entscheid der Botschaft in Sachen E.llukaci)in eine Klappe,die plötzlich herausfährt, eine anonyme Person fordert in rüdem Ton auf:Einwerfen!!

Eine Bestätigung, dass man etwas eingeworfen hat, bekommt man nicht. Man muss jetzt wochen-oder monatelang warten, bis man eine Antwort erhält.

Diese Art des Kundendienstes und der Außendarstellung einer deutschen Behörde  ist völligkontraproduktiv ,abstoßend und nicht hinnehmbar. Verhältnisse wie einst in   der DDR beim Kontakt mit ihren  Behörden!

Das  monatelange Warten auf einen Termin und dann auf einen Entscheid ist völlig intransparent und nicht nachvollziehbar.  Mehrere Personen aus deutschenNGO,s( Diakonie) und Organisationen(Sprachzentrum ,Goethe Institut)und aus der Bevölkerung ,mit denen ich gesprochen habe, vermuten bei der Vergabe von Terminen: Korruption.

Ich werde einen ausführlichen Bericht an versch. Politiker in Berlin schicken mit der dringenden Bitte, hier Abhilfe zu schaffen.

-Gespräch mit der Leiterin des Sprachlernzentrums Pristina,Goethe InstitutAnnemarie FarkasMecinaj: viele Bewerber/innen für Sprachkurse, 2 Nativspeaker aus Deutschland,sie ist bereit, mit meiner Gruppe aus Gjakove zusammenzuarbeiten: Beratung, Prüfungsintensivkurs (14 Tage) und Einstufungstest.

Den Zustand in Gjakove kannte sie nicht: Deutschkurse werden dort  angeboten, aber man lernt fast nichts und fällt regelmäßig 2-3 mal durch die Prüfung, damit diese wiederholt und wieder Gebühren bezahlt werden

-Gespräch mit Flokart XHAVA, APPK, Diakonie Deutschland: sie bieten auch deutsche Sprachkurse an, haben viel Bewerber/innen,die auch gute Abschlüsse machen,dann auch Ausbildungsverträge für die Diakonie in Deutschland haben: aber das Problem ist die Deutsche Botschaft:monatelanges Warten auf Termine.

Kurzer Eindruck von Pristina Stadt: moderne Geschäfte und Restaurants, Schutztruppen (EULEX/EU) Gelände, verstopfte Straßen, daneben wieder viele junge Leute, die herumhängen.

Rückfahrt bei strömenden Regen-viele aquaplaning Unfälle.

6.            Menschen, bes. die Gruppe der ROMA/Ashkali:

Ich habe in den 3 Tagen ca. 20 Roma Mitglieder aus 5 Familien kennengelernt:

sehr gastfreundlich, großzügig, interessiert,aber auch misstrauisch und pessimistisch.

Vater dominiert oft  als Ali BABA,Frauen arbeiten  und versorgen ihn, das besondere Augenmerk gilt ihren Töchtern:die dürfen fast nichts außer arbeiten und die „Herren der Schöpfung“ bedienen.

Beispiel: Fam.Llukaci- Papa und Mama(ca.50 Jahre),einen Sohn(25 J.) und eine Tochter (22 Jahre).Mutter ist Näherin und arbeitet zwischen 40-60 Stunden pro Woche  für monatlich 100€.Tochter Nesha: auch Näherin, arbeitet für holländischen Textilkonzern,ein rüder Albaner  ist ihr Chef. Auch zwischen 50-60 Stunden pro Woche.Verdienst:150€(wenn Geld da ist)-sie wartet manchmal lange ,bis sie ihren Lohn bekommt. Von den 150€ behält sie für sich 30€,den Rest gibt sie zu Hause ab.

Dazu: keine Krankenversicherung, keine Rente (auf Papier letzteres ja),aber Geld für Rente wird oft  nicht abgeführt und Forderung nach Offenlegung der Dokumente  führt i.d.R.zum Rauswurf.

Von diesem Geld lebt die 4 köpfige Familie. Vater und Sohn haben keine Arbeit.

Wohnungssituation: die Familie lebt in 1-2 Zimmern(1 Zimmer ist nicht beheizbar ),haben keine Dusche und keine Toilette, müssen dafür über den Innenhof(dreckig,,Pfützen),um beim Onkel auf dieToilette gehen zu können .

Ich habe kurz entschlossen  1 Wagenladung Split gekauft und Vater und Sohn  machten den Innenhof ein wenig begehbarer, indem sie die Löcher zuschütteten.

Die Zukunftsperspektiven der jungen Leute sind im Kosovo sehr schlecht: ca.62 % der 15-24 Jährigen sind arbeitslos, miserable Schulbildung ,für die meisten ROMA  besteht oft noch ein starkes Verharren in Traditionen,aber:

Man kann ,wenn man sich bemüht, auch Veränderungen herbeiführen:

Ich habe zwei Roma -Frauen(20 und 22 J.) von ihren Vätern „loseisen“ können, mit der Perspektive: Deutsch in Gjakovo zu lernen, um damit Ende des Jahres in D  evtl.einen Mangelberuf zu erlernen (Altenpflege, Kindergärtnerin oder med. Hilfskraft).

Auch sind sie einverstanden, dass beide Frauen nur  noch 50% bei dem „Halsabschneider“ aus Holland  arbeiten, damit sie Zeit haben, sich fortzubilden. Den Lohnausfall werde ich bzw.Sponsoren ausgleichen(4Monate x 75€= 300€ pro Person).

Dies möchte ich als  ein Modell für Minderheiten /Roma ausbauen mit dem Ziel: besonders jungen Frauen aus dem Stamm der ROMA/Ashkali vor Ort fortzubilden(Sprache, Landeskunde etc.)und dann in D in einem Mangelberuf ausbilden zu lassen(bes.Altenplegerhelferin).

Name des Projekts: Fromdarknesstobrightness(Fdtb)

Unterstützung brauche ich nur für die Vorbereitung im Kosovo: Vielleicht für 2 Personen für max.6 Monate: 1200-1500€ (Lernzimmer anmieten, Lohnausgleich, Sprachkurs,incl.Materialien und Gebühren für Tests). Vielleicht finde ich großzügige Sponsoren.

-Ich habe  einen Koffer mit Kinderkleidung und Spielzeug für die ROMA- Familien mitgenommen und habe einen Koffer voll mit  Geschenken zurückgebracht: Naturalien,Hosen,Pullover,Nippes, Fahnen und Spielzeug.Diese Menschen werden zwar oft diskriminiert und ausgegrenzt, trotzdem sind die, die ich kennen gelernt habe,herzliche ,hilfsbereite und freigiebige Personen. Sie haben sich so gefreut,dass jemand zu ihnen kommt und Anteil an ihrem  Schicksal nimmt und dies auch verändern will.

Ich habe ihnen allen ein  Zitat von Erich Kästner zurückgelassen:

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! „

Bei den Töchtern hat das Zitat  schon bei der Entscheidung ihrer Väter Früchte getragen.

Es sollten sich mehr Menschen  aufmachen und zu denjenigen gehen,die im Schatten stehen. Man kann verändern, auch wenn  nur langsam und oft mit großen Mühen.

 

Stuttgart,den 4.12. 2017

 

Dr.Welck


29-31.10.2017 Workshop am Hambacher Schloss

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8-10.09.2017 Reise nach Lviv, West-Ukraine

 

Die Anreise erfolgte über Wien und Warschau, was nicht unbedingt zu empfehlen ist und ich mir einfacher vorgestellt hatte. Aber der Flug nach Wien war nun mal schon länger vorher gebucht. Zurück nach Berlin ist recht einfach, schnell und sehr günstig (WizzAir).

 

Überrascht war ich über die ersten visuellen Eindrücke, die sich schon beim Landeanflug auf Lviv ergeben: schmucke Häuser, Wälder und ein schöner Spätsommer trugen zu ersten positiven Eindrücken bei. Allerdings sind von oben auch die Plattenbau-Siedlungen unübersehbar. Der Flughafen ist überschaubar, modern, die Passkontrolle gut und schnell. Ein herzlicher Empfang folgt von Sorjana – draußen wartete ihr Mann Roman auf uns mit seinem Wagen. Die Gastfreundschaft der beiden hat mich überwältigt. Ein Buffet von allen möglichen Köstlichkeiten erwartete mich. Dazu gab es einen wunderbaren ukrainischen Rotwein. Eine Platte mit Speck lies mich etwas kritisch drein blicken, aber geschmeckt hat er und soll angeblich auch noch gesund sein. Eine gute Borschtsch-Suppe durfte nicht fehlen. Es gab viel zu erzählen, der Abend war lang und irgendwann waren wir auch alle müde. Schnell wurde die Couch im Wohnzimmer zum Doppelbett, alles ist wie aus dem Ei gepellt. Eine kleine Wohnung (Eigentum), in der sich hinter jedem Einrichtungsgegenstand eine Geschichte verbirgt, die den abenteuerlichen Erwerb zum Inhalt hat. Oft kommen die Gegenstände aus Polen und der Transport hört sich für uns ungewöhnlich an.

 

Die Wohnung erinnert an die Zeiten der DDR, wo auch jeder Bürger versucht hat, in den vier Wänden eine heile Welt zu schaffen. Alles ist maßgeschneidert, durchdacht und tipptopp – anders geht es wohl auch nicht, will man aufgrund der bescheidenen Wohnungsgröße nicht im Chaos versinken. Die Wohnung besteht aus einem kleinen Wohnzimmer, einem Schlafzimmer, einer kleinen Küche und einem Bad, in dem ebenfalls alles total durchdacht ist, um aus einer kleinen Nasszelle das Optimale rauszuholen. Die meisten Einrichtungsgegenstände sind auf abenteuerliche Weise -meist aus dem Westen- über Polen nach Lviv gelangt.

Von außen sind es große veraltete Wohnanlagen (Plattenbauten), die i.d.R. käuflich vom Staat erworben werden. Die Wohnung hat wohl etwa 40.000 EUR gekostet, für dortige Verhältnisse viel Geld. Der gesamte Innenausbau 8000 US $, was erstaunlich günstig scheint, wenn man sieht, was da alles drin steckt und gemacht wurde. Die beiden haben allerdings auch ein glückliches Händchen, können gut improvisieren und organisieren. Das Internet leistet dabei gute Dienste.

 

Das wird auch deutlich, wenn man bedenkt, was für Reisen beide unternommen haben. Über diverse soziale Medien gelingt es, für ganz wenig Geld, zum Teil ganz ohne finanzielle Mittel, zu übernachten („couch-serven“), Bus zu fahren oder für wenig Geld zu fliegen. Letzteres ist mir vertraut. So waren die beiden u.a. schon in Italien, Frankreich, Spanien, Mallorca, Malta und osteuropäische Länder. Für November planen sie in den Iran zu reisen – recht abenteuerlich schon die Vorbereitungen. Asien steht auch auf der Liste, ebenso wie die USA, Indien….. – danach soll an Familienplanung gedacht werden.

 

Lviv – bzw. Lemberg: die Stadt ist Weltkulturerbe (das Zentrum) und absolut sehenswert. In alten Dokumenten und im Bier-Museum lässt die österreichisch-ungarische Monarchie grüßen. Lviv war in in seiner wechselhaften Geschichte Polnisch, Ungarisch, österreich-ungarisch, sowjet-russisch und ab 1991 west-ukrainisch. Traurige Kapitel (Juden ermordet) gibt es leider auch genug. Heute ist Lviv eine lebendige junge Stadt (alte Universität), die an das bunte Treiben mediterraner Städte in Italien, Frankreich oder Spanien erinnert. Es sprudelt nur so von Lebensfreude, wobei das spätsommerliche Wetter beigetragen haben mag.

 

Es gibt eine Vielzahl von Kneipen und Restaurants, Museen und Kirchen unterschiedlicher Provenienzen. Russisch wird nicht gerne gehört oder gesprochen. Der Krieg in der Ostukraine scheint weit weg, aber das ukrainische Nationalbewusstsein ist ungebrochen. Vielen ist unbegreiflich, dass ukrainische Soldaten als Blauhelme nach Afrika geschickt werden, während es im Osten brennt. Die politisch- militärische Situation ist komplex – ebenso wie das Verhalten mancher Ostukrainer. Ein Thema für sich. Eindeutig ist man dem Westen zugewandt und nicht selten bekommt man den Eindruck, als sei man in manchen Dingen weiter als in Bulgarien oder Rumänien. Korruption ist nach wie vor ein großes Problem, der TÜV würde wieder abgeschafft, nachdem sich das als „Witznummer“ erwies, weil schlichtweg TÜV Bescheinigungen gekauft wurden und einen TÜV ad absurdum führten.

Das Gesundheitswesen ist für unsere Verhältnisse untragbar. Es gibt keine Krankenversicherung. Wer medizinische Dienste benötigt, muss selbst zahlen – ähnlich wie im Kosovo. Wer schwer krank wird und es sich leisten kann, geht in den Westen. Arbeitslosenversicherung besteht und hilft zum Überleben. Das Angebot an Waren und Dienstleistungen ist vielfältig, die Menschen sind offen, interessiert und gastfreundlich.

 

All das haben mir Sorjana und Roman vermittelt, sicherlich ein wenig die „Schokoladenseite“ gezeigt und nicht die dunklen Ecken.

 

Ein wunderbares Wochenende, ein Wiedersehen, als ob die letzte Begegnung erst vor wenigen Wochen gewesen wäre…..und der Wunsch, sich im Winter im Allgäu zum Skifahren wieder zu treffen. La vie est belle :)

 

Sebastian, Mitglied des Vereins NfE

 

Anm.: Sorjana war 2003 bei mir in Brüssel  4 Wochen  als Praktikantin europapolitisch tätig. (Dr. Welck)


August 2017: Olena aus der Ukraine - Praktikumsbericht

Vom 06.07. bis 02.08. 2017 habe ich ein Europa-orientiertes Praktikum bei dem Verein „Nachwuchskräfte für Europa“, Stuttgart, unter der Betreuung von Herrn Dr. Hartmut  Welck, absolviert. Finanziert und unterstützt wurde mein Praktikum überwiegend von der Rochus und Beatrice Mummert Stiftung und dem Kreisverband Stuttgart der Europa Union, wofür ich außerordentlich dankbar bin.

Die Gründe, warum ich mich für das Praktikum beworben habe, waren ganz einfach: jetzt, wie nie zuvor, besteht die Notwendigkeit, die europäischen Gedanken in der Ukraine wach zu halten. Mich hat es schon immer interessiert, wie die Europäische Union funktioniert. Der Aufenthalt in Stuttgart hat es mir ermöglicht, den erwünschten Einblick zu bekommen und diese mir angeeigneten Kenntnisse mit nach Hause zu bringen.

 

Im Rahmen meines Praktikums habe  folgende Institutionen und Organisationen besucht:

1) Institut für Auslandsbeziehungen

2) Landeszentrale für politische Bildung

3) Europaparlament in Straßburg

4) Dialogveranstaltung mit dem Herausgeber des Handelsblatts  Gabor Steingart in Freiburg  auf Einladung der F. Naumann Stiftung, Thema:“Weltbeben“ (Moderator: Prof. Dr. Jürgen Morlok)

5) Europadirect, Europa Zentrum Baden Württemberg

6) Friedrich-Ebert-Stiftung


Während meines Aufenthalts beim Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) sowie auch bei der Landeszentrale für politische Bildung konnte ich einige Aufgaben übernehmen und nicht nur hospitieren, sondern auch mitarbeiten. Das hat mir ermöglicht, die Arbeit der beiden Institutionen, von denen es in der  Ukraine keine vergleichbaren Institutionen gibt, hautnah mitzuerleben.

Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), das sich als interkulturelle Einrichtung um die Darstellung Deutschlands im Ausland kümmert, arbeitet auch mit Bezug zur Ukraine und bietet ein Praktikum für die ukrainischen Jugendlichen in Rahmen von “CrossCulture Programme” sowie auch interkulturelle Trainings zum Thema „Ukraine“ an. Diese Möglichkeiten will ich auf jeden Fall meinen Mitstudierenden mitteilen.

Sehr stark beeindruckt wurde ich von der Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung. Besonders davon, wie viel diese Einrichtung zu bieten hat, um die Bevölkerung politisch aufzuwecken und wie sie die Politik einfach und übersichtlich erklären kann. Das hat mich auf den Gedanken gebracht: Gäbe es eine ähnliche Einrichtung in der Ukraine, würde die Emanzipation des ukrainischen Volkes schneller stattfinden.

Die weiteren Veranstaltungen waren auch höchst interessant: der Besuch des Europarlaments in Straßburg, der vom Europazentrum organisiert wurde, hat ausser der Besichtigung noch die Besprechung mit  dem Vizepräsidenten Rainer Wieland ermöglicht.

Während des Besuchs bei der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde eine interessante Diskussion um die verschiedenen Demokratieeinsätze und deren Wichtigkeit initiiert.

 

Da ich schon in mehreren Austauschprogramme teilgenommen habe, kann ich beurteilen, was an diesem Praktikum ganz besonderes war: die individuelle Betreuung und Förderung. Herr Dr. Welck, als Vorsitzender des Vereins, hat unsere Betreuung  übernommen und ist auf unsere Bedürfnisse individuell eingegangen. Daher wurde ich mit allem Notwendigem versorgt, inklusive einem Zimmer in einer WG, um das ich mich  vor der Anreise nicht kümmern musste. Darüberhinaus, konnten wir sehr viel privat bzw. mit Herrn Welck unternehmen, um besser das kulturelle und soziale Leben in Baden-Württemberg kennen zu lernen. Dies waren z.B. Besuche von Museen, Ballett und Wortkino, eine Fahrt nach Freiburg und zur Donauquelle sowie ein Besuchs der Uni Stadt Tübingen mit einem Privatfahrzeug und vieles mehr.

 

Für mich persönlich war das Praktikum eine lebensverändernde Erfahrung: ich bin nicht nur einfach politisch wach geworden und habe mehr über die EU gelernt; ich konnte mich auch beruflich orientieren und Erfahrungen sammeln, die mich als Mensch und als Bürgerin  weiterbringen. Ich konnte u.a. neue Freunde finden aus Deutschland, Türkei und Ägypten. Darüber hinaus, hat mir das Parktikum geholfen, berufliche Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven zu sehen, wie z.B. ein langfristiges Praktikum in Brüssel, das ich hoffentlich nächstes Jahr absolvieren werde.


Juli 2017: Jeldin aus Ägypten - Gesamtbericht Praktikum

Im Juni 2017 erfuhr ich über eine Bekannte meiner Eltern von dem Praktikum bei dem Verein Nachwuchskräfte für Europa. Ich sah das Praktikum als die Chance nicht nur Deutschland sondern vor allem Europa besser kennenzulernen und sich selber bei Veranstaltungen zu engagieren. Ich nahm also die Chance sofort und bewarb mich bei Herr Welck. Einige Tage später bekam ich von ihm die offiziell die Zulassung, dass ich ein Teil dieses Programms sein darf. Voller Begeisterung fing ich an in Büchern und im Internet über die EU zu recherchieren und dann war es auch bald Zeit für mich nach Deutschland zu fliegen.

 

Deutschland ist für mich nicht fremd, sondern eher meine zweite Heimat. Als Ägypterin mit Deutsch als Muttersprache bin ich schon von klein an oft in Deutschland gewesen. Bis vor kurzem bin ich in Kairo auf die Deutsch Evangelische Oberschule Kairo gegangen, an der ich diesen Mai mein Abitur absolvierte. Außerdem lebte ich von 2007 bis 2011 in Berlin. Trotz allem war es für mich eine Ehre, nach Deutschland für dieses Praktikum zu fliegen.

 

Meine Erwartungen haben sich viel mehr als erfüllt. Wir machten Ausflüge nach Freiburg, Tübingen und Straßburg. Die ganze Reise war von daher abwechslungsreich und wir erwarben in jeder Stadt viele Informationen über Deutschland und die Einsätze der EU. In Straßburg war es besonders. Wir durften hinter die Kulissen des Europäischen Parlaments und Fragen stellen, dessen Antwort ich sonst von keinem anderen bekommen hätte. Es gab aber mehr als nur Reisen und Spaß. Ich ging für einige Tage in Stuttgart zum Landtag, zum Rathaus, zur Friedrich Ebert Stiftung und wir machten Privat noch vieles mehr wie Museen Ausflüge oder Ballet in der Oper. Stuttgart, eine Stadt in der ich bisher noch nie war, habe ich also von allen Seiten kennengelernt.

 

Mittlerweile weiß ich viel mehr über die EU, die sogenannte Mutter des politischen Systems Deutschlands sehe und wie das ganze System in der Politik funktioniert. Es eröffneten sich seit des Praktikums für mich neue Wege in die Zukunft und vor allem viele neue Kontaktpersonen die mir in meiner Zukunft helfen können.

 

Seit ich zurück in Ägypten bin lässt mich der Gedanke nicht los das politische System in meiner Heimat besser zu erkundigen. Mir stellten sich zum Beispiel fragen warum haben wir in Afrika keine Union wie die Europäische? Ist so etwas überhaupt möglich, und werden die Leute sich engagieren? Natürlich muss man zuerst eine stabile Politik im Land zu haben bevor man auf kontinentaler Ebene denkt.

 

Kurz bevor ich Stuttgart verließ gab mir Herr Welck einige Flyer von dem Verein, um die Leute in Ägypten auf Vereine wie diese und die Programme die sie bieten aufmerksam zu machen. Ägypten steht in vielen Hinsichten in Kooperation mit Deutschland. Es gibt hier z.B. viele Deutsche Schulen, eine Deutsche Universität ( German University Cairo) und einen Campus der TU Berlin in der Touristenstadt am Meer El Gouna. Was ich vor dem Praktikum z.B. nicht wusste ist, dass auch die Friedrich Ebert Stiftung ein Büro

in Kairo hat. Man kann also sehr leicht von Ägypten aus den Kontakt zu Deutschland und somit bald zu der EU knüpfen. Nach diesem Praktikum sehe ich mich verpflichtet mich in der Kommunikation zwischen Ägypten und Deutschland, und auch bald der EU zu verknüpfen.

 

Im Großen und Ganzen werde ich ewig dankbar sein diese Chance, an diesem Praktikums teilgenommen zu haben.


Teilnehmer: 10 Mitglieder des Vereins sowie zwei weitere Teilnehmer als Gäste

Unterkunft: „Motel One“, Rue Royale 120, und Jugendherberge Jacques Brel, Rue de la Sablonnière 30 (unweit des Hotels)

 

Programmablauf:

 

Dienstag, 18.4.

 

Anreise per ICE von Stuttgart nach Brüssel-Gare Central (bzw. per Flugzeug), anschließend Belegung der Hotelzimmer.

- Lage des Hotels: sehr gut: 5 Min. zu Fuß zum Bahnhof, 10 Minuten zum Grand Place, 25 Minuten zum Europa-Viertel. Die Gruppe benutzte nicht ein Mal die Metro, um an den Programmorten teilnehmen zu können.

- Kleine Stärkung in der Brasserie Horta im Comicmuseum.

- 16 Uhr bis 18 Uhr: Free Walking Tour in Englisch im Zentrum Brüssels mit vielfältigen Informationen (Grand Place, Manneke Pis, Königsschloss, Kathedrale, Mont des Arts etc.)

- Ab 20 Uhr: Abendessen im Café Arcadi mit Vorstellungsrunde, Quiz über Brüssel und die EU sowie einem Bericht und einer Fragerunde von und mit Dieter Birkenmaier von der Generaldirektion (GD) Steuern und Zollunion bei der EU-Kommission.

Kommentar: Herr Birkenmaier ist ein typischer Vertreter eines EU-Funktionärs - etwas abgehoben von dem Rest der Welt und in der Brüsseler Blase lebend. Auf die Frage, was er so verdiene, gab er keine Antwort. Herr Dr.Welck klärte aufgrund seiner Brüsseler Erfahrungen die Teilnehmer auf: sehr viel - je nach Stellung mindestens doppelt so viel wie in Deutschland. Die EU hat ein eigenes Besoldungssystem.

 

Mittwoch, 19.4.

 

Der Besuch des „Parlamentariums" wurde sehr geschätzt und für sinnvoll erachtet. Man wäre gern länger in dieser z.T. interaktiven Ausstellung geblieben, um die Geschichte und die aktuelle Situation des Parlaments sowie der Europäischen Integration kennen zu lernen und interaktiv zu testen.

 

Der Besuch des EP-Parlaments, betreut durch den EP-Besucherdienst, entwickelte sich dank des hervorragend didaktisch und methodisch versierten Referenten zu einem nachhaltigen Erlebnis (pavel.cernoch@europarl.europa.eu). Herr Dr. Cenoch (ursprünglich aus Prag stammend) erklärte u.a., dass im EP auch viele Personen sitzen, die die Zerstörung der EU zum Ziel hätten.

 

Die Abgeordneten der FIDES-Partei (Ungarn-Orban) etwa sicherten der EVP (stärkste Fraktion im EP) die Mehrheit. Es müsste eigentlich ein europäisches Wahlrecht geben (nach gleichen Regeln und Gewichtungen), aber dies werde noch auf sich warten lassen. Auch die Bildung von europäischen Parteien stecke noch in den Anfängen. Insgesamt habe das EP an Gewicht zugenommen und unter Martin Schulz mehr an Profil gewonnen. Leider sei aber weiterhin die alleinige Gesetzesinitiative bei der Kommission. Herr Dr. Cernoch ist bereit, Email- Anfragen zu beantworten. Wir haben einen überzeugten, kenntnisreichen, eloquenten und unterhaltsamen Europäer kennengelernt.

 

Vom Parlament ging es zu Fuß zum Kommissionsgebäude „Charlemagne“, wo wir um 14 Uhr vom dortigen Besuchsdienst erwartet wurden. Die Gruppe wurde von Herrn Dr. Kurt Gaissert (ehemaliger Mitarbeiter in der Landesvertretung von BW in Brüssel, der auch Dr. Welck gut kannte) empfangen. Herr Gaissert berichtete über die Perioden der einzelnen Präsidenten, den jetzigen Aufbau der Kommission (seit 2014 mit den 4 Vizepräsidenten - kein Deutscher dabei), der Arbeit vom Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker und dem schweren Stand der Kommission in der Öffentlichkeit (Wasserkopf, Funktionäre, unsinnige Entscheidungen -> siehe Banane, Gurke und Traktorsessel). Er wies aber darauf hin, dass diese Regelungen nicht von der Kommission initiiert würden, sondern von den Mitgliedstaaten bzw. den Wirtschaftsverbänden. Meistens würde Brüssel für diese Regelungen verantwortlich gemacht, obwohl dies oft völlig ungerechtfertigt sei. Unserer Gruppe wurde erst jetzt richtig bewusst, dass die Kommissionsmitglieder zwar aus den Mitgliedstaaten stammen (pro Land ein Kommissar), aber das einzige EU-Organ sind, das supranational agiert. Aus diesem Grund wehen vor dem Berlaymont-Gebäude ausschließlich EU-Flaggen. Dr. Gaissert zeichnete sich durch hohes fachliches Wissen aus, allerdings waren seine Ausführungen nicht immer zedilführend. Dennoch ist und bleibt der Besuch in der Kommission ein MUSS für alle Brüsselbesucher.

 

Nach einer kleinen Stärkung bei „Maison Antoine“ am Place Jourdain (Fritten) beschloss die Gruppe, das vorgesehene restliche Tagesprogramm kurzfristig abzuändern. Grund war eine Einladung von Herrn Sebastian Richter, ihn zu einer Abendveranstaltung der Hessischen Landesvertretung bei der EU in der Rue Montoyer 21 zu begleiten. Herr Richter ist Mitglied unseres Vereins und Vertreter der Deutschen Bauindustrie in Brüssel. Irgendwie ist es ihm gelungen, unsere Gruppe auf die Gästeliste zu setzen. Die Podiumsdiskussion ab 19 Uhr drehte sich um das Thema: Das Referendum in der Türkei - Was nun?

 

U.a. war auch der türkische Botschafter bei der EU –Faruk Kaymakci -anwesend, der in bekannter Weise die Türkei als Opfer westlicher Politik darstellte, auf die PKK schimpfte, die Gülen-Bewegung als Verursacher des Putsches vom Juli 2016 verantwortlich machte, die EU beschimpfte, sie habe die Türkei nie ehrlich und fair als Beitrittskandidat behandelt etc. Es war klar, dass von der Seite der Türken das Referendum vom Inhalt und von der Umsetzung her verteidigt werden würde. Der Vertreter des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) und Leiter der dortigen Türkeiabteilung warnte davor, die Beziehungen zur Türkei ganz zu kappen, da beide Seiten einander brauchten. Es gäbe aber für die EU Grenzen, die bei einer Überschreitung eine Aufnahme in die EU nicht mehr möglich machten (z.B. Einführung der Todesstrafe).

 

Dies war für unsere Gruppe ein in mehrfacher Hinsicht interessanter Abend. Hautnah erlebten wir den Opfer-Diskurs der Türken, verbesserten unsere Englischkenntnisse (die ganze Diskussion wurde in Englisch geführt) und lernten mit Herrn Richter einen (von 3000 offiziell angemeldeten) Interessenvertreter in Brüssel kennen. Dass er bereitwillig und durchaus kritisch von seiner Arbeit erzählte und wir zudem beobachten konnten, wie er das Gespräch mit dem Botschafter im zweiten inoffiziellen Teil suchte, um ein Projekt in der Türkei unterstützt zu bekommen, war wirklich aufschlussreich.

 

Auch das Engagement der mitveranstaltenden Organisation „Young Professionals in Foreign Policy“ (vertreten durch Hatice Kücük) vermittelte besonders für unseren jüngeren Teilnehmerinnen wertvolle Impulse für politisches Eintreten für Demokratie und Menschenrechte weltweit.

 

Das angebotene Essen und die verschiedenen Getränke stärkten die Teilnehmer dieser Abendveranstaltung, so dass das einhellige Urteil bei unserer Gruppe lautete: interessant und gute Entscheidung!

 

Donnerstag, 20.4.

 

Der Ausflug nach Brügge als ein Gegengewicht zu den inhaltsschweren politischen Informationen des letzten Tages gestaltete sich bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel zu einer Reise ins Mittelalter mit Kirchen, Museen, imposanten Bauwerken, Begijnenhof, Grachten, Glockenspiel vom Belfried, Geschichten von den goldenen Sporen, Maria von Burgund sowie Herrn von Gruuthusen. Vor dem Portal des Europakollegs postierten sich unsere 4 jungen Teilnehmerinnen in der Hoffnung, vielleicht einmal hier ein postgraduiertes Studium zu absolvieren: Kaderschmiede für die EU!

 

Nach einem exzellenten Abendessen im „Kok au vin“ und einem dramatischen Nachtspurt zum Bahnhof in Brügge endete ein erlebnisreicher Tag in Brabant!

 

Freitag, 21.4.

 

Von 10-12 Uhr waren wir Gäste in der Landesvertretung Baden Württemberg bei der EU (Rue Belliard 60 - 62). Zunächst begrüßte der Leiter Herr Johannes Jung unsere Gruppe, anschließend briefte uns Herr Gert Jauernig sachkundig und locker über die Zielsetzung sowie Aufgaben einer Landesvertretung, zeigte uns die verschiedenen Veranstaltungsräume im Erdgeschoss mit Europasaal, Ministerraum, Gartenanlage mit Skulptur der Herzogin von Württemberg sowie Palmen und Weinstöcken und im Kellergeschoss dann die Schwarzwaldstube mit speziellem Ambiente.

 

Dann gab es eine interaktive Frage -und Antwortrunde mit Flip Chart: Was findest du gut, was findest du schlecht an der EU? Dazu gab es rote und grüne Karten, auf denen die Teilnehmer entsprechende Antworten schreiben konnten.

 

Aufgrund des engen Zeitfensters ergab sich leider keine Zeit für eine ausreichende Diskussionsrunde und Auswertung. Die Idee fanden die Teilnehmerinnen gut, nur müsste so ein Unterfangen vorher mit der Gruppe abgesprochen werden. Insgesamt jedoch für unsere Gruppe ein gelungener Ausflug in fast heimatliche Gefilde mitten in Brüssel. Wie wichtig die Arbeit einer Landes- oder Regionenvertretung bei der EU sein kann, lässt sich zur Zeit am Beispiel Großbritannien nach dem Brexit-Votum beobachten. Schottland, Nordirland und Wales bombardieren die deutschen Landesvertretungen mit Anfragen, wie eine gute und erfolgreiche Interessenpolitik um- und durchgesetzt werden kann.

 

Anschließend marschierte die Gruppe an der Métro-Station Maelbeek (Terroranschlag 2016), am neuen Ratsgebäude und an verschiedenen Regional -vertretungen vorbei in Richtung Jubelpark.

 

Um 12.45 wurden wir von Kai Zenner, einem wissenschaftlichen Assistenten des Brüsseler Leiters der Konrad Adenauer Stiftung (KAS) empfangen und in sehr lockerer, besonders für unsere Schülerinnen und Studentinnen informative Art und Weise über die Aufgaben einer politischen Stiftung aufgeklärt. Besonders interessant war, dass Herr Zenner immer wieder Bezüge zu seiner beruflichen Laufbahn herstellte und deutlich machte, dass jeder eigentlich mit Ausdauer und Selbstbewusstsein an solch einen Job, wie er ihn innehat, kommen kann. Obwohl fast 60% seiner Arbeit Eventmanagement ausmacht, fühlt er sich in Brüssel mit dem internationalen Ambiente sehr wohl.

 

Auch die Fragen aus dem Teilnehmerkreis (Finanzierung, andere deutsche Stiftungen, Stiftungen in anderen europäischen Ländern, risikoreiches Arbeiten in Ländern wie der Türkei, Ägypten, Russland, Venezuela etc.) wurden kenntnisreich und kurz beantwortet.

 

Dass in diesem KAS-Versammlungsraum oft interne Gesprächsrunden mit hochrangigen CDU/EVP Vertretern aus dem EP, dem Rat, der Kommission etc. zur Meinungsbildung stattfinden, überraschte doch einige Gäste.

 

Auch die anschließende Einladung zu einem kleinen Mittagsbuffet förderte die vertiefte Diskussion untereinander. Der Lebenslauf der KAS-Mitarbeiterin Adia Heithölter aus dem Senegal beeindruckte uns alle, da darin der starke Wille zum Ausdruck kam, sein Leben trotz aller Mühen und Widerständen zu verbessern und sich zu qualifizieren.

 

In der sich anschließenden Evaluation dankte Herr Dr.Welck Frau Dr. Gehrig für die gute Vorbereitung und Durchführung dieser Studienreise. Alle Teilnehmerinnen lobten das ausgewogene Programm und die interessanten und wertvollen Hinweise und Impulse für sich selbst, aber auch für ihre Familienmitglieder. Die meisten Teilnehmer waren zum ersten Mal in Belgien und Brüssel gewesen. Sie haben nicht nur einen kleinen Einblick in die an Kunstschätzen reiche Geschichte dieses kleinen Landes erhalten, sondern konnten durch persönliche Gespräche mit Vertretern Europas und der EU für Brüssel durchaus typische Personen kennenlernen: EU-Bürokraten, überzeugte Europäer im EP und in der Kommission und unterschiedliche Lobbyisten aus Wirtschaft und Politik.

 

Es wurde der Wunsch geäußert, in naher Zukunft (vielleicht 2018) eine weitere Studienreise in ein europäisches Nachbarland durchzuführen.Man war sich einig, dass man noch mehr Zeit bei verschiedenen Programmteilen benötigt hätte, um sein Wissen noch mehr zu erweitern und zu vertiefen.

 

Herr Dr.Welck dankte den Teilnehmerinnen, dass sie an dieser Reise mit so viel Interesse und Wissbegierde teilgenommen haben.

 

Um ca. 16 Uhr endete die Veranstaltung in der KAS, und die Heimreise startete um kurz nach 18 Uhr von der Gare Centrale.

 

Stuttgart, den 25.4.2017

 

Dr. Hartmut Welck und Dr. Astrid Gehrig

 



2016

28.09-3.10.2016 Gymnasium der Diözese Eisenstadt (Österreich): Gastbesuch aus Stuttgart

 

Als zweite Aktion der Zusammenführung europäischer Jugendlicher durch den Verein "Nachwuchskräfte für Europa, NfE e.V." besuchten sechs Schülerinnen und Schüler des Heidehof-Gymnasiums, des Geschwister Scholl-Gymnasiums und des Königin-Katharina Stifts sowie der Obmann des Vereins Dr. Hartmut Welck unsere Schule und konnten gemeisam mit Schülerinnen und Schülern der 6a, 6b und 8. Klasse sechs eindrucksvolle Tage erleben. Vom gemeinsamen Grillabend am Neufelder See über den Besuch des Schulballs in der Orangerie Eisenstadt bis hin zu vielen kulturellen Besichtigungen (Eisenstadt: Schloss, Haydnhaus, Haydnkirche und Kreuzweg, Sopron: Innenstadt und Ziegenkirche, Wien: Innenstadt und Schatzkammer der Hofburg) reichten die gemeisamen Erlebnisse.

 

Der Abschied fiel beiden Seiten sichtlich schwer, aber zum Glück gibt es ein Wiedersehen im Dezember in Stuttgart!

 

23.7.2016 Sommerfest im Kemnater Hof

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Juli 2016 Bulgarienaustausch: Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (Filderstadt) in Burgas


4-9.7.2016 Bulgarienaustausch: Gäste aus Burgas am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (Filderstadt)

Externe Links:


April 2016: Artikel im Newsletter Städtepartnerschaften            (Stadt Ostfildern, 4/2016)


29.4.2016 EUROPA-Abend und Challenge beim EUROPA-Quiz in Stuttgart


01-03.04.2016 Europapolitisches Seminar in Berlin

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