Aus aktuellem Anlass…

 

möchte ich Ihnen/euch heute eine Fabel erzählen. Sie stammt von Pierre Rhabi, einem französischen Schriftsteller, Philosophen, Landwirt und Umweltschützer.

 

„Der Wald brennt. Alle Tiere flüchten und beobachten aus der Ferne, wie ihr Lebensraum von den Flammen zerstört wird. Reglos stehen sie da, gelähmt vom Unfassbaren. Endlich setzt sich in der allgemeinen Ratlosigkeit ein Tier in Bewegung. Ein einziges nur. Es ist das Kleinste von allen: der Kolibri. Unermüdlich fliegt er zum nahegelegenen See, nimmt mit seinem winzigen Schnabel so viel auf, wie er fassen kann, und fliegt hin zu den Flammen, um sie zu löschen. Der Löwe, der stolze König der Tiere, beobachtet das hoffnungslose Unterfangen des Kolibris eine Weile. Schließlich fragt er ihn, ob er denn etwa glaube, in seiner Winzigkeit etwas ausrichten zu können. Vielleicht nicht, ist die Antwort. Aber ich tue meinen Teil.“

 

Pierre Rhabi ist in Frankreich ein Star. Er propagiert ein Gesellschaftsmodell, in dem Mensch und Umwelt im Zentrum stehen, und eine Landwirtschaft, die das „natürliche Gleichgewicht der Umwelt“ unterstützt. Seine „Kolibri-Bewegung“ (Mouvement Colibris) richtet sich aus an den Prinzipien von Genügsamkeit, Autonomie und miteinander Teilen.

 

Damit wir eine Veränderung erreichen, muss jeder seinen Teil beitragen – wie der Kolibri in der Geschichte.

 

Jeder und jede. Jeder einzelne. Und am besten alle gemeinsam.

 

Mit viel Geld stemmt sich die EU gegen die Krise, die Staats- und Regierungschefs haben das ambitionierteste Haushaltspaket der EU-Geschichte beschlossen. Fast zwei Billionen Euro sollen in den kommenden Jahren für die Stützung der Wirtschaft ausgegeben werden. Um sich das Geld zu beschaffen, wird die EU erstmalig Kredite aufnehmen. Um diese zurückzuzahlen, sollen eigene europäische Steuern oder Abgaben eingeführt werden, auf Plastik etwa oder klimaschädliche Produktionsweisen. Das ist historisch. Denn erstmals seit ihrer Gründung hat die EU jetzt die nötigen Geldmittel, um sich den globalen Herausforderungen zumindest versuchsweise adäquat zu nähern. Als da wären Digitalisieurng, Ent-Globalisierung und die ökologische Transformation.

 

Alle 27 Staaten haben bei diesem Marathongipfel den Deal einstimmig beschlossen. Die EU hat Einigkeit bewiesen. Einig darin, sich gemeinsam gegen die Krise zu stemmen.

 

Menschen in anderen Staaten haben dieses Glück nicht. Wie sagte Barack Obama, der frühere US-Präsident, jüngst doch so treffend: Wozu man eine Regierung braucht, merkten die Menschen oft erst, wenn die Regierung nicht funktioniert.

 

„Burden-Sharing“ ist ein Begriff, der zwar generell gilt, aber in den jetzigen Pandemie-Zeiten umso mehr. Unter der Rubrik „Sinnvolle Projekte“ finden Sie einen entsprechenden Anstoß. Persönliche Kontakte zu knüpfen, zu pflegen und in Notsituationen auch unkonventionell zu helfen - das ist ein Grundsatz unseres Vereins. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Helferinnen und Helfer finden. Nur ein klein wenig abzugeben von dem, was uns so selbstverständlich jeden Tag zu Verfügung steht, und damit ein wenig Licht und Hoffnung in das Leben der drei jungen Frauen zu bringen, wäre ein wichtiger Beitrag zum „Burden Sharing“. Jeder tue seinen Teil - wie der Kolibri in der Fabel von Pierre Rhabi.

 

Und unseren Verein gibt es doch auch noch physisch! Unser Sommerfest haben wir Ende Juli in einem kleinen Kreis im Freien in Stuttgart gefeiert. Der Austausch von Angesicht zu Angesicht tat richtig gut. Trotzdem werden wir die diesjährige Mitgliederversammlung Ende des Jahres in den virtuellen Konferenzraum verlegen. Dann können erstmalig auch diejenigen Vereinsmitglieder teilnehmen, die nicht im Raum Stuttgart wohnen. Einer der wenigen positiven Nebeneffekte der Corona-Pandemie.

 

Damit verabschiede ich mich und den Vereinsvorstand in die Sommerpause.

 

Bleiben Sie/bleibt gesund!

 

Ihre/Eure

Astrid Gehrig


Europa leben!

Europa ist in aller Munde und trotzdem für viele ein Buch mit 7 Siegeln.

 

Das möchten wir ändern.

 

Europa ist ein fortlaufender Prozess, an dem man mitwirken kann.

 

Und das tun wir!



Über uns

Unser Verein fördert junge begabte Personen und wirkt als Impulsgeber, Initiator und Motor für aktives Engagement zugunsten einer lebendigen Völkerverständigung im Vereinten Europa.

 

Wir setzten uns für die interkulturelle Nachwuchsförderung auf der Grundlage der europäischen Völkergemeinschaft ein.

 

Werde aktiv und mach mit!

 

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