Update zum Jahreswechsel 2020-2021

Liebe Europa-Freundinnen und Europa-Freunde!

 

„Jeder, der geboren wird, besitzt zwei Staatsbürgerschaften, eine im Reich der Gesunden und eine im Reich der Kranken,“ schrieb die US-amerikanische Schriftstellerin Susan Sonntag 1978. Und besser lässt sich dieses Jahr eigentlich nicht überschreiben. Die Pandemie hat uns alle weltweit seit März 2020 in ihrem Würgegriff.

 

Das zeigt nicht zuletzt auch der sprachliche Jahresrückblick der deutschen Gesellschaft für Sprache in Wiesbaden. Jedes Jahr kürt sie das Wort des Jahres; mit diesem soll das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres abgebildet werden. Unstrittig ist, was das Jahr 2020 prägte: die Corona-Pandemie.

Lockdown“ folgt auf Platz 2.

 

Wer auf das Jahr 2020 zurückblickt, der blickt nicht nur auf Ereignisse zurück, sondern in diesem besonderen Jahr auch auf sich selbst. Denn in der Pandemie wurden schlaglichtartig die ganz großen Themen sichtbar: Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit, Umgang mit Krankheit und Tod, mit alten Menschen, mit jungen Menschen. Mehr als sonst standen auch die großen Gefühlen im Fokus: Trauer, Verzweiflung, Wut, aber auch Hoffnung und Liebe. Wie haben wir uns zu diesen verhalten? Wie sind wir mit diesen großen Themen unseres Daseins umgegangen?

 

Die jetzt beginnenden Impfungen gegen Covid-19 sind der berühmte Silberstreif am Horizont. Dass sich die EU im Verhandeln und Einkauf der Impfdosen einig und in der anschließenden Verteilung solidarisch gezeigt hat, ist ein gutes, ein starkes Zeichen. Endlich mal kein „jeder gegen jeden“. Diese Einigkeit kommt auch im gemeinsamen Impfstart zum Ausdruck.

 

Aber 2020 hat auch gezeigt, dass, wenn alle etwas für richtig halten (Lockdown, Kontaktbeschränkungen, Grenzschließungen, Ausfallzahlungen, Neuverschuldung, Subventionen für Impfstoff- suche usw.), dann kann von der öffentlichen Hand einiges verordnet und durchgesetzt werden. Man fragt sich, warum dies nicht auch in der Klimakrise geschieht?

 

Und noch etwas ist für alle sicht- und erfahrbar geworden: der Mensch ist ein soziales Wesen, das nicht in Abgrenzung, in Quarantäne und in Misstrauen überleben will. Der Wunsch nach Nähe, nach unbeschwerten Treffen mit Freunden ist überall mit Händen zu greifen.

 

Auch unser Verein hat aufgrund der Beschränkungen sein Programm zurückfahren müssen und alle Aktivitäten verschoben. Wie alle hoffen wir auf die zweite Jahreshälfte 2021, in der hoffentlich vieles von dem, was uns wichtig ist und am Herzen liegt, wieder möglich sein wird.

 

Erprobt haben wir das virtuelle Format in Form einer digitalen Mitgliederversammlung Anfang Dezember. Wir werden uns in Zukunft sehr viel mehr in diese Richtung bewegen und innovative Formate entwickeln müssen, um so erstens einen Austausch der Mitglieder überhaupt zu ermöglichen und zweitens neue, jüngere Zielgruppen zu erreichen.

 

Wenn Sie/ihr noch auf der Suche sind/seid nach einem nachhaltigen Projekt, das Sie/ihr in Corona-Zeiten unterstützen möchten/ möchtet, dann lege ich Ihnen/euch unser Projekt „Gemeinsam gegen Corona - Burden Sharing“ ans Herz. Die drei jungen Frauen aus Madagaskar und der Dominikanischen Republik können jeden Cent gebrauchen. Ihre/eure Spende kommt zu 100 Prozent diesen Frauen und ihren Familien zugute. Weitere Infos hier auf unserer Webseite.

 

So wünsche ich allen einen guten und vor allem gesunden Start in dieses neue Jahr!

 

Bleiben Sie/bleibt dem europäischen Projekt und unserem kleinen, aber feinen Verein auch im Jahr 2021 gewogen!

 

Dr. Astrid Gehrig,

1. Vorsitzende NfE e.V. Stuttgart, den 4. Januar 2020

 

 


Europa leben!

Europa ist in aller Munde und trotzdem für viele ein Buch mit 7 Siegeln.

 

Das möchten wir ändern.

 

Europa ist ein fortlaufender Prozess, an dem man mitwirken kann.

 

Und das tun wir!



Über uns

Unser Verein fördert junge begabte Personen und wirkt als Impulsgeber, Initiator und Motor für aktives Engagement zugunsten einer lebendigen Völkerverständigung im Vereinten Europa.

 

Wir setzten uns für die interkulturelle Nachwuchsförderung auf der Grundlage der europäischen Völkergemeinschaft ein.

 

Werde aktiv und mach mit!

 

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